Adendorf

Adendorf

"Adendorf, das an der letzten Verengung des Tales in Busch und Baum und Pflaumenkabel sich bettet, besteht aus dem Endlischen Rittergut rechts der Straße, aus wenigen Kleingehöften, aus einem Gasthof und der Kirche, an der nichts merkwürdig ist, als die Sage, die in der Abgeschiedenheit ihres selten besuchten und benutzten Friedhofes umgeht....."

Erich Neuß, Wanderung durch die Grafschaft Mansfeld - Saalisches Mansfeld,
fliegenkopf verlag,Halle: 1999, S. 294 ff.

"Auf Adendorf starb 1689... Georg Volrad v. Zeutsch, als Vater der Christiana Eleonore v. Anhalt-Dornburg, einer der Urgroßväter der großen Katharina von Rußland."


04.08.2003 marc

Lieber Besucher

Adendorf im Mansfelder Land ist so klein, dass wenige Schritte zurück genügen, um das ganze Dorf ins Objektiv der Kamera zu bekommen. Trotzdem ist es vernetzt, elektronisch globalisiert, kartographisch erfasst und es hat erstaunlich wohlschmeckendes Trinkwasser. Briefverkehr erreicht es über die Einheitsgemeinde Gerbstedt, welcher Adendorf seit kurzem angehört. Mit dem Nachbar-Ort Friedeburgerhütte teilt es sich die 2008 gezählten 241 Einwohner, die Feuerwehr und das kleines Flüsschen Schlenze. An dessen Ufern lässt es sich im Sommer ganz ausgezeichnet Beachvolleyball spielen und tatsächlich wird hier seit 250 Jahren ein Tunier in dieser Sportart veranstaltet. 
Im Park des alten Ritterguts - unter den großen, alten Bäumen - erklingt in einer Sommernacht die Musik ganz ausgezeichnet, denn die kleinen Gemeinden feiern Rock im Park. Initiiatoren und Triebfedern solcher für diese Einwohnerzahl doch erstaunlichen Feste sind die Damen und Herren der freiwilligen Feuerwehr und die nimmermüden Bewohner, welche es schaffen, wirklich schöne Feste im kleinen Tal der beiden Ortschaften zu feiern.
Völlig unbeeindruckt davon entwickeln  in der Zwischenzeit eine Menge Obstbäume eine Fülle an Geschmacksoffenbarungen im Schlenzetal. Unzählige Adjektive wären nötig, wollte man nuanciert das Aroma der vielen Sorten besprechen - es ginge eigentlich auch dann nicht.
Weil ständig der Mund so voll ist, dass Kirschen und Äpfel "...uhht, ...ecker, ...uuohr" schmecken, kommt nicht eindeutig ihre wahre Vielfältigkeit zum Ausdruck. Man kann aber auch nur pflücken und essen und schweigen und eine der beiden Hügelketten ersteigen, das Objektiv neu richten und eine schöne alte Kulturlandschaft verewigen.
Eine verpasste Gelegenheit Adendorf zu besuchen wäre also, würde man daran vorbeifahren.
Bis dann...


04.08.2003 marc

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